Jugendeuropameisterschaft 2025

Vom 22. bis 23. März 2025 fanden auf Zypern die Ju-Jutsu-Europameisterschaften der Jugend statt. Mit den beiden U16-Athletinnen Francesca Nistor (bis 52kg) und Maria Erbach (bis 48kg) sowie Alex Strocher (bis 62kg) und Valentin Tran (bis 56kg) aus der U18 traten vier Kämpfer*innen vom Judo-Club Erbach an.

Francesca machte am Samstag den Anfang und traf in ihrem ersten Kampf auf eine Ukrainerin. Sie startete gut in den Tag, punktete fleißig und gewann mit 11:4. Dies gelang ihr auch gegen ihre nächste Gegnerin aus Griechenland. Sie führte über die gesamte Kampfzeit, konnte den Kampf aber nicht für sich entscheiden. Dies rächte sich, denn wenige Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit gelang es ihrer Gegnerin, sie in einer Haltetechnik am Boden zu kontrollieren, was zu einem „Full Ippon“ führte - eine perfekte Technik in jedem Teil des Kampfes. Auch der letzte Kampf für Francesca endete unglücklich. Sie verletzte sich beim Stand von 13:15 und schied aus, was ihr den 7. Platz einbrachte.

Ebenfalls am Samstag kämpfte Maria Erbach, die durch ein Freilos direkt ins Viertelfinale einzog. In diesem leisteten sich Maria und ihre Gegnerin (Rumänien) bereits nach wenigen Sekunden die ersten unerlaubten Techniken. Und kaum hatte der Kampf richtig begonnen, passierte Maria dieser Fauxpas ein zweites Mal, was zu einer unglücklichen Disqualifikation für diesen Kampf führte. Den nächsten Kampf in der Trostrunde gegen eine Griechin gewann sie knapp. In Rückstand liegend gelang ihr im Bodenkampf ein Ippon und damit der Sieg durch „Full Ippon“. Ihr nächster Kampf (wieder eine Rumänin...) war fast ein Spiegelbild des ersten Kampfes. Sie kämpfte unkonzentriert und sammelte so viele Strafpunkte, dass sie erneut disqualifiziert wurde und somit nur den fünften Platz belegte.

Am Sonntag kämpften der amtierende Vizeweltmeister Alex Strocher und Valentin Tran.

Alex verletzte sich gleich im ersten Kampf gegen einen Bulgaren so schwer, dass er aus dem Turnier ausschied und somit leider nicht über Platz 17 hinauskam.

Seinen ersten Kampf gewann Valentin technisch überzeugend mit 23:5 gegen einen Griechen. Im nächsten Kampf stand er einem belgischen Kämpfer gegenüber. Hier zeichnete sich ein spannendes Duell ab, doch kurz vor Schluss konnte sich sein Gegner mit einigen Punkten absetzen und gewann mit 18:11. Der Weg aufs Treppchen führte nun nur noch über die Trostrunde. Valentin nahm diese Herausforderung an und siegte zweimal souverän durch technische Überlegenheit gegen zwei Zyprioten. Auch gegen einen Franzosen siegte er mit Full Ippon" und auch den Kampf gegen einen Italiener konnte er mit 20:8 für sich entscheiden.

Doch spätestens hier merkte man Valentin an, dass es ein langer Tag war und die vorangegangenen sechs Kämpfe sowohl im Kopf als auch in den Knochen steckten. Denn im Kampf um Platz 3 traf er erneut auf den Belgier, der ihm die erste Niederlage beigebracht hatte. Vieles gelang ihm besser. Auch einen zwischenzeitlichen Rückstand konnte er aufholen. Doch auch Valentin erlaubte sich im entscheidenden Moment einen illegalen Kopftreffer und wurde 30 Sekunden vor der verdienten Bronzemedaille disqualifiziert und somit Fünfter.

Auch wenn es für die Erbacher Bundeskaderathleten bei der Europameisterschaft nicht zu einer Medaille gereicht hat, so konnten doch alle wertvolle Erfahrungen auf sehr hohem Wettkampfniveau sammeln. Nun heißt es hart trainieren, um sich bei den nächsten Turnieren wieder belohnen zu können.

Hinweis: Das Titelbild zeigte Alex Strocher und stammt von der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft 2024.

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